Tuesday, October 24, 2017 - 06:56



            

Στοιχεία Επικοικωνίας

Dr. Dr. Φώτης Β. Εξάρχου

D.D.S., Dipl. Funct. Dent., Dipl. Orth., M.S.D., Ph.D., Ph.D.
Ειδικός Ορθοδοντικός

28ης Οκτωβρίου 49
45333 Ιωάννινα
Τηλ.:26510 32190
Fax: 26510 32484
e-Mail: info@exarchou.gr
fexarchou@gmail.com
www.exarchou.gr
www.lingualorthodontics.gr

Dr. Dr. Fotios V. Exarchou

D.D.S., Dipl. Funct. Dent., Dipl. Orth., M.S.D., Ph.D., Ph.D.

28th Octobriou 49
45333 Ioannina
Greece
Tel.:+30 26510 32190
Fax:+30 26510 32484
e-Mail: info@exarchou.gr
fexarchou@gmail.com
www.exarchou.gr
www.lingualorthodontics.gr

Allgemeine Informationen über Kieferorthopädie & Orthodontie

Was genau ist KFO (Kieferorthopädie)?

Unsere Zähne haben eine wirklich eindrucksvolle Stellung in unserem Leben. Von Geburt an beeinflussen sie nicht nur die Gesundheit des gesamten Körpers sondern auch die Harmonie unseres Gesichtes, prägen unsere Sprache, die persönliche Ausstrahlung und somit den Gesamteindruck eines Menschen.

Allerdings kommen längst nicht alle mit einem perfekten Gebiss auf die Welt. Abhilfe schafft hier die Kieferorthopädie (KFO), die jedem zu gesunden Zähnen und einem strahlenden Lächeln verhelfen kann – in fast jedem Alter. Dazu bedarf es allerdings einiges mehr als eine Zahnspange.

Die KFO ist ein Fachgebiet der Zahnmedizin und befasst sich mit der Erkennung, Verhütung und Behandlung von Zahn- und Kieferfehlstellungen. Wobei es vor dem schönen Aussehen gerade stehender Zähne vor allem um die Erhaltung und Wiederherstellung wichtiger gesundheitlicher Faktoren geht. Ziel der KFO ist neben einem Optimum an Ästhetik immer das regelrecht funktionierende Gebiss, das bei richtiger Pflege möglichst lange gesund bleibt.

 

 Wann sollte sie beginnen?

Die Veränderungen der Zahnstellung beginnen wachstumsbedingt im frühsten Kindesalter. Der Gang zum Facharzt für Kieferorthopädie bereits mit ca. drei Jahren kann also nicht nur Zeit und Mühen sondern später vor allem Kosten sparen. Zwar beginnt eine kieferorthopädische Behandlung in der Regel erst mit acht oder neun Jahren – während des Zahnwechsels und vor Abschluss des Kieferknochen-Wachstums. Frühzeitig erkannten Fehlstellungen (beginnender Offener Biss, Rück- oder Vorbiss des Unterkiefers, Seitlicher Kreuzbiss) kann jedoch häufig bereits mit spielerischen Muskelübungen, einfachen Maßnahmen wie Mundvorhofplatten oder einfachen herausnehmbaren Zahnspangen entgegen gewirkt werden.

Bei einem späteren Behandlungsbeginn kommt der kleine Patient je nach Ausprägungsgrad der Fehlstellung dann meist nicht mehr um eine aufwendige kieferorthopädische Behandlung herum.

 

Warum KFO?

Die richtige und vor allem regelmäßige Zahnpflege von Kindesbeinen an ist der Grundstein für gesunde Zähne. Doch nicht nur die Pflege sondern auch die Stellung der Zähne im Kiefer und die Lage von Ober- zu Unterkiefer sind maßgeblich für das gesunde und richtige Funktionieren des Kauapparates.


Mögliche Fehlstellungen und ihre Folgen:

  • Enge und schief stehende Zähne stören nicht nur die Ästhetik des Gesichtes, sie erschweren durch schwer zugängliche Nischen zudem die Reinigung des Mundraumes und sind durch Zahnbeläge verstärkt karies- und paradontosegefährdet.
  • Fehlerhafte Zahnkontakte können zu einer Überlastung des Zahnhalte-Apparates führen, die Paradontose begünstigen und damit einen frühzeitigen Zahnverlust.
  • Ein inkompetenter, mangelnder Lippenschluss begünstigt die Mundatmung und damit eine größere Anfälligkeit gegen Erkältungskrankheiten, erhöhte Kariesanfälligkeit und fehlerhaftes Wachsen der Kiefer.
  • Falsche Zahnstellungen sind vor allem im Frontbereich häufig von einer fehlerhaften Zungenlage und -funktion und von falschen Schluckmustern sowie unkorrekter Aussprache begleitet.
  • Fehlerhafte Zahnkontakte beeinträchtigen die Kaufunktion und damit die Verdauungsfunktion. Reizungen des Magen-Darmtraktes können sehr selten die Folge sein.
  • Fehlstellungen der Kiefer können schmerzhafte Verspannungen der Gesichts- und Kaumuskulatur bewirken.
  • Fehlbelastungen im Kiefergelenk können Schmerzen und Verspannungen im Bereich der gesamten Wirbelsäule, Kopf- und Gesichtsschmerzen, Tinnitus und Schwindel mit bedingen.
  • Eine durch Zahnschiefstand oder falsche Kieferlage beeinträchtigte Harmonie des Gesichtes kann zu vermindertem Selbstwertgefühl bis hin zu Depressionen führen.

 

Worauf Eltern achten sollten

Zahnfehlstellungen und Kieferanomalien können erblich bedingt sein. Weitaus häufiger jedoch sind sie auf Angewohnheiten wie Daumenlutschen oder vorzeitigen Milchzahnverlust durch Karies zurückzuführen. Bleiben diese an sich kleinen Sünden unerkannt und unbehandelt, finden sie sich später meist in ausgeprägter Form wieder. Daher sollten Eltern bei ihren Kindern gezielt auch darauf achten, ob diese mit ihrem Verhalten eventuelle Fehlstellungen herbeiführen oder diese gar fördern:

  • Das Daumenlutschen kann durch Druck auf Gaumen und Oberkiefer einen so genannten Offenen Biss verursachen. Dem nuckelnden Säugling daher lieber einen Beruhigungssauger geben und auch diesen spätestens mit drei Jahren absetzen.
  • Angewohnheiten wie Beißen oder Saugen an den Lippen, Fehlfunktionen der Zungen oder auch falsche Schluckgewohnheiten führen unbehandelt ebenfalls zu Zahnfehlstellungen.
  • Fallen Milchzähne - beispielsweise wegen Karies - verfrüht aus, rutschen die Nachbarzähne einfach in die Lücke und verengen so den Platz für den nachrückenden bleibenden Zahn - eine Zahnfehlstellungs-Anomalie ist die Folge. Umso wichtiger ist da neben der "zahnfreundlichen" Ernährung zum einen die richtige Zahnpflege. Und zwar von Anfang an. Zum anderen sollten auch kleine Kinder ihre Eltern beim Gang zum Zahnarzt begleiten und zumindest kariesprophylaktisch betreut werden. Fehlentwicklungen können so noch frühzeitiger erkannt und mit der Überweisung zum Fachzahnarzt für Kieferorthopädie rechtzeitig behandelt werden.

 

Die Diagnose

Um das tatsächliche Ausmaß von Anomalien und den Umfang der nun erforderlichen Behandlungsmaßnahmen zu erkennen, müssen zunächst unterschiedliche Befunde zur Funktion von Lippen, Zunge und Zahnreihen erhoben werden. Ebenso ist die Stellung von Ober- und Unterkiefer und die Lage der Kiefer zueinander sowie der Zustand der Kiefergelenke zu klären. Die Ergebnisse dieser Befunde sind als kieferorthopädische Diagnose individuelle Basis der dann zu wählenden Behandlungsmethoden und -geräte. Hier ist eine qualifizierte Weiterbildung und Erfahrung des Fachzahnarztes für Kieferorthopädie notwendig.

Zu den Diagnosemethoden gehören:

  • Abformungen von Ober- und Unterkiefer zur Ermittlung des Umfangs der Fehlstellungen (Kiefermodellanalyse)
  • Fixierung der Kieferlage
  • Herstellung und Metrische Analyse der Kiefermodelle
  • Übersichts-Röntgenaufnamen
  • Fernröntgen-Seitenaufnahmen und in Ausnahmefällen Fernröntgen-Frontalaufnahmen
  • Profil- und En face-Fotografien, Fotos der Zähne
  • manuelle und ggf. auch instrumentelle Funktionsanalyse


Die Kiefermodell-Analyse: Um den genauen Umfang der Fehlstellungen zu bestimmen werden jeweils von Ober- und Unterkiefer Abdrücke genommen und die Kiefermodelle genau vermessen. Zwischenbefunde dienen als Dokumentation des Therapiefortschrittes.

Die Fernröntgen-Analyse: Aufnahmen des Schädels geben Aufschluss über die Lage der Kiefer im Gesichtsschädel und zueinander. Bei Heranwachsenden zeigen die Aufnahmen das Wachstumsmuster und sind somit besonders wichtig für die Therapieplanung und den zu erwartenden Behandlungsverlauf.

Funktions-Analysen: Eine manuelle Funktionsanalyse stellt den Zusammenhang einer Zahn- und Kieferfehlstellung, der damit möglicherweise verbundenen Kiefergelenkstörung (cranomandibuläre Dysfunktion) und die Auswirkung auf die Wirbelsäule (craniovertebrale Dysfunktion) fest. Mittels instrumenteller Funktions-Analyse wird die Lage der Kiefer im Schädel naturgenau und individuell mittels Modell, auf den Artikulator übertragen um darin die Funktion des Kauorgans nachzuahmen.

Foto-Analysen: Bezugslinien und Messungen verdeutlichen an einer Fotografie die Abweichungen zu einem „harmonischen Gesicht“ und sind somit wichtiges Hilfsmittel für Überlegungen zu funktionellen und ästhetischen Verbesserungen.

 

Verschiedene Fehlstellungen

·        Angeborene Fehlstellungen

Wie bereits erwähnt gibt es für Fehlstellungen von Zähnen und Kiefer die unterschiedlichsten Ursachen. Dabei ist etwa die Hälfte aller Fehlentwicklungen angeboren und äußert sich beispielsweise in einem Missverhältnis von Zahn- und Kiefergröße oder in einer Zahnunter – beziehungsweise –überzahl. Auch der Vorstand des Unterkiefers (Progenie), der Vorstand des Oberkiefers (Prognatie) oder die Überdeckung der unteren Frontzähne durch die oberen (Tiefer Biss) sind bekannte angeborene Fehlentwicklungen, die wegen der Probleme beim Beißen und Kauen sowie der starken Belastung des Kiefergelenkes kieferorthopädisch behandelt werden sollten.

·        Angenommene Fehlstellungen

Die andere Hälfte der Fehlstellungen ist allerdings auf Gewohnheiten wie das Lutschhabit, Zungenfehlfunktion, Mundatmung und Körper-Fehlhaltungen zurückzuführen. Die konstante Druckwirkung des Lutschgegenstandes auf Ober- und Unterkiefer verhindert hier ein harmonisches Wachstum der Kiefer zueinander. Die Frontzähne klaffen beim so genannten Frontal Offenen Biss auseinander und erschweren damit nicht nur das Abbeissen sondern durch eine Zungenfehllage bald auch das richtige Sprechen und die korrekte Nasenatmung.

Der „Obere Schmalkiefer“ entwickelt sich bei ausgeprägter Mundatmung. Ist beispielsweise die Nase chronisch verstopft, lagert sich die Zunge nicht hinter die oberen Schneidezähne sondern verbleibt im Unterkiefer. Dem Oberkiefer fehlt damit ein entscheidender wachstumsfördernder Reiz. Bei einem Kreuzbiss ist der Oberkiefer im Bezug zum Unterkiefer zu schmal. Unbewußte Abgleitbewegungen des Unterkiefers beim Beißen führen zu einem unterschiedlichen Wachstum von rechter und linker Unterkieferhälfte, also einem asymmetrischen Wachstum des Gesichtes.
 

 

Die Behandlung

Ergebnis der intensiven und umfangreichen Diagnose ist der individuelle Behandlungsplan. Dieser legt die jetzt folgenden einzelnen Schritte der Behandlung fest, bestimmt Behandlungsmethoden und benötigte Apparaturen und sollte mit Ihnen als Eltern durchgesprochen und abgestimmt werden. Schließlich werden Sie wie Ihr Kind mit Beginn einer kieferorthopädischen Behandlung in den kommenden 3-4 Jahren viel Zeit und Mühe auf deren Erfolg einsetzen. Über diesen Zeitraum erstreckt sich in der Regel die aktive kieferorthopädische Behandlung mit herausnehmbaren oder festsitzenden Geräten. Gefolgt von einer passiven Behandlungszeit zur Sicherung und Stabilisierung der neuen Zahnstellung (Retentionszeit).

Während der aktiven Behandlungszeit sind neben der intensiven Mitarbeit des Patienten (Einhalten der Tragezeiten der Apparaturen, intensive Zahn- und Mundhygiene) regelmäßige Kontrollsitzungen (alle 3-8Wochen) erforderlich.

Sollte im Rahmen der Behandlung die Entfernung von Zähnen oder ein anderer kieferchirurgischer, zahnärztlicher oder paradontalchirugischer Eingriff notwendig sein, so erfolgt dies nur auf ausdrückliche und schriftliche Anweisung des behandelnden Kieferorthopäden an den ausführenden Zahnarzt, Kieferchirurgen oder Paradontologen.

Neben dem Behandlungsplan erhalten sie einen verbindlichen Kostenplan, den Sie überprüfen und an Ihre Krankenkasse oder private Krankenversicherung übermitteln.
Erst danach beginnt die Behandlung.

 

Spangen, Brackets & Co.

Eine kieferorthopädische Behandlung erfolgt je nach Art der Fehlstellung mit herausnehmbaren Spangen, mit festen Brackets oder mit so genannten Non-compliance-Geräten - Apparaturen, die ohne aktive Mitwirkung des Kindes die Zähne bewegen. Der Kieferorthopäde wählt dabei immer die optimale Behandlungsart - unter weitestgehender Einbeziehung der Wünsche des Kindes und seiner Eltern.

·        Herausnehmbare Apparaturen


Herausnehmbare Apparaturen bestehen aus einer individuellen, laborgefertigten Basis, die mittlerweile in vielen verschiedenen Farben angeboten und mit speziell gebogenen Halte- bzw. aktiven Korrekturelementen aus Edelstahldraht an den Zähnen fixiert wird. Integrierte kieferorthopädische Schrauben vergrößern oder verkleinern die Zahnspange und ermöglichen so letztendlich das Dehnen des Kiefers, das Öffnen oder Schließen von Lücken oder das Bewegen der Zähne in verschiedene Richtungen. Vorausgesetzt, die vom Kieferorthopäden vorgegebenen Tragezeiten (in der Regel 16 - 18 Stunden täglich) werden eingehalten.

Funktionskieferorthopädische Geräte sind aus einem Stück, werden locker im Mund getragen und wirken durch die Nutzung funktioneller bzw. körpereigener Kräfte gleichzeitig auf Ober- und Unterkiefer. Kraftquellen sind die Aktivitäten der Kau-, Zungen-, Lippen- und Wangenmuskulatur, die bei jeder Mundbewegung ausgelöst und zur Korrektur von Zähnen und Kiefer genutzt werden. Grundsätzliche Voraussetzung für das Wirken dieser Geräte ist das Vorhandensein von Wachstum, das entsprechend in die gewünschte Richtung gesteuert wird. Klassische funktionsorthopädische Geräte sind der Aktivator, der Bionator oder der Funktionsregler.

·        Festsitzende Zahnspangen


Da herausnehmbare Apparaturen bei komplizierten Zahn- oder Kieferfehlstellungen nur eingeschränkte Möglichkeiten der Behandlung bieten, setzt die Kieferorthopädie hier eher festsitzende Spangen ein, so genannte Brackets. Ein Vorteil dieser Behandlungsart ist - durch die exakte mechanische Wirkung und das ununterbrochene Tragen - die exakteste, effizientere und damit planbarere und vor allem kürzere Behandlungsdauer im Vergleich zu herausnehmbaren Zahnspangen. Da der Mundinnenraum bei festsitzenden Apparaturen frei bleibt, wirken sie sich kaum auf das Sprechen aus. Dafür erfordern Sie jedoch eine äußerst gründliche und regelmäßige Zahnpflege und Mundhygiene - morgens, abends und nach jeder Mahlzeit - und sind je nach Ausführung und Material mehr oder weniger sichtbar. Ein Umstand, der von Ihrem Kind und seiner Umwelt akzeptiert wird.

 
Bei der klassischen Form der festsitzenden Spange werden zunächst kleine Metall- oder Keramikblöckchen (die Brackets) mit einem speziellen Klebstoff auf die Zahnoberfläche geklebt, die vorab versiegelt werden kann, wo sie bis Behandlungsschluss bleiben. Die korrigierende Wirkung erzielt die feste Spange mittels eines individuell geformten Drahtbogens, der durch die einzelnen Brackets führt und dort mit Ligaturen (Gummiringe oder Drähte) befestigt wird. Der Drahtbogen ist in Form des idealen Zahnbogens vorgespannt und versucht, in diese Form zurück zu gelangen. Mit der dabei ausgeübten Kraft werden die Zähne langsam in die Idealposition geführt. Um nicht zu viel Druck auszuüben erfolgt die Behandlung in vielen kleinen Schritten, wird der Drahtbogen während der Behandlung immer wieder angepasst, bis die gewünschte Korrektur erreicht ist.

Ihren Ursprung hat diese auch noch als "Multibandbehandlung" bezeichnete Technologie bereits in den 20er Jahren. Während früher nur schmale Metallbänder auf den glatten Zahnoberflächen aufzementiert werden konnten, ist mit Entwicklung spezieller Klebetechniken das feste Aufbringen der Brackets auf den Zahnoberflächen und so eine noch patientenfreundlichere Behandlung möglich geworden. Die Brackets sind immer kleiner geworden und durch neue Materialien wie Keramik oder Glasfaser zudem fast unsichtbar. Relativ neu ist die so genannte Lingualtechnik, bei der spezielle Brackets auf der Zahninnenseite befestigt werden und die Spange somit zwar wieder in den Mundinnenraum verlagert und von außen nicht mehr sichtbar ist.

·        Die Stabilisierungszeit (Retention)


Nach Abschluss der aktiven kieferorthopädischen Behandlung ist zwar die Zeit der Brackets oder Stellschrauben vorbei - nicht jedoch die der kieferorthopädischen Geräte. Der aktiven Wirkzeit folgt jetzt die passive Stabilisierungszeit - in der Regel länger als die aktive Behandlungszeit in der die neue Zahn- und Kieferstellung mit Retentionsgeräten gesichert und stabilisiert werden muss. Ziel der Retention ist dabei das Behandlungsergebnis so lange zu stabilisieren, bis die neue Zahnstellung vom Organismus als "normal" akzeptiert wird und die Zähne ungestützt nicht mehr zurück in die alte Fehlstellung wandern.

Der Retainer selbst ist bis auf den fest sitzenden Lingualretainer herausnehmbar und wird meist nachts getragen - zuerst regelmäßig und dann in immer größeren Zeitabständen. Typische Formen sind der Positioner (elastischer Silikonabzug von einem individuellen Gipsmodell für eventuelle kleinere Zahnstellungsänderungen), die Tiefziehschiene (spezieller unelastischer und durchsichtiger Kunststoffabzug vom finalen Gipsmodell), passive Platten oder der Lingualretainer (fest auf die Zahninnenseiten geklebter Draht zur Fixierung).

 

Die Unsichtbare Zahnspange

Invisalign

Neben den herausnehmbaren und festen Zahnspangen gibt es mittlerweile eine neue, dritte Methode der Zahnkorrektur - Invisalign.
Diese in den USA entwickelte Methode verbindet den Komfort herausnehmbarer Geräte mit der Effizienz fester Zahnspangen und ist durch den Einsatz transparenter, herausnehmbarer Aligner-Schienen ohne jegliches Metall oder Drähte so gut wie unsichtbar. Diese Methode wird seit 1997 praktiziert.

Um auch bei herausnehmbaren Geräten einen gleich guten Behandlungserfolg zu erzielen wie mit Brackets, erstellt in einem ersten Behandlungsschritt ein 3D-Computergrafik-Verfahren mit den individuellen Ausgangsdaten das angestrebte Behandlungsziel. Dieses wird dann in einzelne Behandlungsphasen unterteilt und für jede einzelne Phase ein spezieller Aligner produziert. Diese bewegen durch den gezielten Einsatz von kontrolliertem Druck in jeder Phase nur ganz bestimmte Zähne. Da diese Bewegungen im Behandlungsplan für jede Phase - die jeweils etwa zwei Wochen dauert - genau fest gelegt werden, resultiert daraus das effiziente und schonende System der kontrollierten Druckausübung. Ohne jegliches Metall im Mund, nahezu ohne Einschränkungen im Alltagsleben und bei einer bestmöglichen Paradontoseprophylaxe.

Die Behandlungsplanung, das Behandlungsziel, die Behandlungsschritte und die Behandlungskontrolle erfolgen in Absprache mit Ihnen durch Ihren zertifizierten Fachzahnarzt für Kieferorthopädie.

Für die optimale Wirkweise von invisalign mussen alle bleibenden Zähne bereits durchgebrochen und das Knochen- und Kieferwachstum abgeschlossen sein. Das macht die unsichtbare Zahnspange zu einer idealen Alternative für Teenager und jeden, der älter ist als 14. Voraussetzung für den Behandlungserfolg ist die exakte Planung durch den Fachzahnarzt für Kieferorthopädie und die Mitarbeit des Patienten, der die Aligner mindestens 22 Stunden täglich trägt.

Was ist Incognito?

Incognito ist die zeitgemäße und unsichtbare Alternative zu herkömmlichen Zahnspangen

Wünschen Sie sich auch ein natürliches, strahlendes Lächeln, das Lebensfreude und Attraktivität ausstrahlt? Ästhetische Zähne bedeuten heutzutage Erfolg und Vitalität, ob im Privat- oder Berufsleben. Desweiteren optimieren Sie durch die Korrektur von Zahnfehlstellungen Ihre Zahngesundheit - die besten Voraussetzungen für ein langes Leben ohne künstlichen Zahnersatz.

Incognito ist ein hochmodernes Bracketsystem für Patienten mit jeder Art von Zahnfehlstellung. Es ist die unsichtbare, leicht zu pflegende und ästhetisch ansprechendste Alternative zur konventionellen Zahnspange. Das einzigartige System bietet hohen Tragekomfort und ermöglicht hochwertige und zuverlässige Behandlungsergebnisse. Mit Hilfe modernster computergestützter Technologie werden die einzelnen Komponenten individuell für Sie angefertigt. Incognito ist das einzige Zahnspangensystem, das für jeden Patienten individuell „maßgeschneidert“ wird. Von höchster Präzision angefertigte Bögen und extrem flache Brackets ermöglichen uneingeschränkten Sprachkomfort, sind allergiefrei und können fast altersuneingeschränkt eingesetzt werden.

Incognito – auch für mich?

Sie möchten Ihr Lächeln verbessern, Ihre Zahngesundheit optimieren und einfach gut aussehen? Zahnfehlstellungen wie Engstände oder Lücken, Überbiss, Tiefbiss oder ein Kreuzbiss machen Ihnen dies zunichte? Eine feste Zahnspange kam bislang für Sie wegen der ästhetischen Einschränkungen nicht in Frage?

 

Dann ist Incognito die optimale Entscheidung, weil:

  • Zahnfehlstellungen bereits im jugendlichen Alter ausgebessert werden können,
  • Sie im Erwachsenenalter weiterhin aktiv sein können und völlig uneingeschränkt sind,
  • die Brackets unsichtbar, nickelfrei und pflegeleicht sind,
  • die Behandlung schnell und unkompliziert ist sowie hochwertige Ergebnisse liefert
  • der Sprach- und Tragekomfort durch das individuelle, flache Design der Brackets und Bögen kaum beeinträchtigt wird,
  • hohe Flexibilität durch stetige, kurzfristig umsetzbare Verbesserungen der Apparatur möglich ist.

Lassen Sie sich individuell beraten!

 

Behandlungsablauf und Laborprozess

Sie leiden unter einer Zahnfehlstellung, aber eine feste Zahnspange kam bislang für Sie wegen der ästhetischen Einschränkungen nicht in Frage?

Dann ist die unsichtbare Behandlung mit der Lingualtechnik eine Alternative für Sie.

Sollten Sie sich nach der Beratung durch Ihren Kieferorthopäden dafür entscheiden, werden Silikonabdrücke (Abbildung 1 und Abbildung 2) Ihrer Zähne an die Firma TOP-Service für Lingualtechnik GmbH versandt, wo daraus Gipsmodelle hergestellt werden.

 

Erfahrene Zahntechniker sägen die Gipszähne aus und stellen sie anschließend mit Hilfe von Wachs so auf, wie Ihre richtigen Zähne am Behandlungsende stehen sollen. Dieses sogenannte Setup wird dann mit einem 3D-Scanner hochpräzise digitalisiert (Abbildung 3).

 

 

Am Bildschirm werden dann individuell an Ihre Zähne angepasste Goldplättchen, die sogenannten Brackets, entworfen (Abbildung 4 und Abbildung 5).

 

Abb. 7

Sie werden dann auf einem 3D-Drucker in Wachs ausgegeben (Abbildung 6), mit Gusskanälen versehen, in Gips eingebettet und in Gold ausgegossen (Abbildung 7).

Abb. 8

Diese Goldbrackets werden anschließend oberflächenbehandelt und in eine Übertragungsschiene aus Silikon eingebettet. Mit dieser kann Ihr Kieferorthopäde dann alle Brackets auf einmal exakt an der zuvor mithilfe des Computers berechneten Stelle auf Ihre Zähne kleben (Abbildung 8).

Der im Anschluss daran eingesetzte Draht ist so geformt, dass er Ihre Zähne im Verlauf der Behandlung in die richtige Position schiebt. Ein computergesteuerter Biegeroboter hat ihm auf der Basis der beim digitalen Bracketdesign anfallenden Positionierungsdaten präzise die für Ihre Behandlung notwendige Form gegeben (Abbildung 9, Abbildung 10 und Abbildung 11).

 

 

Nach dem Einsetzen der Apparatur (Abbildung 12) werden Sie bereits in den ersten Wochen direkt den Behandlungserfolg im Spiegel beobachten können: Anders als bei konventionellen an der Zahnaußenseite befestigten Spangen verstellt nichts den Blick auf die Veränderungen. Allerdings darf auch nicht verschwiegen werden, dass Sie sich in den ersten Tagen zunächst an den Fremdkörper im Mund gewöhnen müssen.

Anders als bei einer normalen Zahnspange ist hiervon insbesondere die Zunge betroffen. Bei der weitaus überwiegenden Zahl der Behandelten ist dieser Eingewöhnungsprozess aber spätestens nach 2 Wochen abgeschlossen - insbesondere da die Incognito-Zahnspange perfekt auf Ihre individuelle Fehlstellung und die Form Ihrer Zähne hin angepasst ist.

Wie halte ich mein Kind bei der Spange?

Bei vielen Erwachsenen bestehen noch große Vorurteile gegen Zahnspangen, vor allem weil Sie die Beeinträchtigung des Aussehens während der Behandlung fürchten. Ganz anders bei den Kids. Sie haben - vielen Promis und einem zunehmenden Kultstatus sei Dank - weitaus weniger Berührungsängste. Zum einen, weil mit mehr als 70 Prozent der Kinder und Jugendlichen fast jeder schon einmal Spangenträger war. Zum anderen, weil die eingesetzten Materialien - glitzernder Kunststoff, eingearbeitete Bildchen - zunehmend zielgruppenfreundlich sind. Dennoch ist seitens der Eltern nicht selten Ausdauer, Konsequenz, Mühe und Überzeugungskraft gefragt, soll das Kind "bei der Spange" gehalten werden.

Während pädagogischer Druck und Appelle an das Kostenbewußtsein meist ohne nachhaltige Wirkung bleiben, wollen gerade Kinder aktiv und eigenverantwortlich einbezogen werden. Anstatt auf eine feste Spange und damit die scheinbare Unabhängigkeit von einer Kooperation des kleinen Patienten zu setzen sollten Eltern
ihre Kinder auch mal ruhig allein mit dem Zahnarzt oder Kieferorthopäden reden lassen. Schließlich hängt der Erfolg einer kieferorthopädischen Behandlung neben der Tragezeit der Apparatur auch von der Bereitschaft zu sorgfältiger Mund- und Zahnhygiene ab. Und spätestens da sollte der kleine Patient mitspielen. Oder wollen Sie die nächsten Jahre mit einer Zahnbürste hinter Ihrem Sprössling herjagen?


 
Die Zahnpflege

Zahn- und Mundhygiene sind Voraussetzung für gesunde Zähne. Um so mehr, wenn diese einer kieferorthopädischen Behandlung unterzogen werden. Schließlich ist es nicht gerade förderlich, wenn sich unter einer Zahnspange Bakterien vermehren und der Patient den gerade "gerade" gerückten Zahn an die Karies verliert. Allerdings gilt es während einer kieferorthopädischen Behandlung einige Besonderheiten zu berücksichtigen:

Eine herausnehmbare Zahnspange ist recht einfach mit einer herkömmlichen harten Zahnbürste und Zahnpasta zu reinigen. Zuerst mit warmem Wasser oder einer Reinigungslösung abspülen, dann sorgfältig besonders die Spalten und Vertiefungen, Drähte und Stellschrauben reinigen, bis letztere metallisch glänzen. Kommt es doch einmal zu hartnäckigeren Ablagerungen können diese mit einer Wasser-Essig-Lösung (2:1) effektiv beseitigt werden. Aber das Abspülen danach nicht vergessen!

Bei einer festsitzenden Zahnspange sollte etwas mehr Zeit (Abends etwa 15 Minuten) für die gründliche Reinigung von Zähnen und Apparatur morgens, abends und nach jeder Mahlzeit - auch nach Zwischenmahlzeiten - einkalkuliert werden. Die herkömmliche Putztechnik ist wegen der aufsitzenden feinen Brackets und Drähte meist nicht mehr geeignet. Statt dessen wird schrittweise erst oberhalb und dann unterhalb der Brackets geputzt (im Winkel von 45 Grad). Speziell für den Bereich unter den Brackets und Drähten - die im übrigen auch immer sorgfältig gereinigt werden müssen - gibt es individuell geformte Zahnbürsten zum Ablösen hartnäckiger Speisereste. Für die am schlechtesten erreichbaren Zahnzwischenräume sollte schlussendlich die Zahnseide zum Einsatz kommen.

Für das Essen gilt: Äpfel, Nüsse und andere harte Lebensmittel nicht abbeißen sondern in mundgerechte Stücke schneiden. Ansonsten könnten die empfindlichen Drähte und auch die Brackets selbst zu leicht beschädigt werden.